Wiesmühlbrücke Freistadt: Freude über wichtige Infrastruktur, Kritik an politischem Alleingang
Die Wiedereröffnung der Wiesmühlbrücke über die Feldaist ist eine wichtige und erfreuliche Nachricht für Freistadt. Nach Jahren der Sperre steht damit eine zentrale Verbindung, insbesondere für die Bewohnerinnen und Bewohner im Bereich der Hafnerzeile, endlich wieder zur Verfügung.
"Dass diese wichtige Verbindung nun wieder offen ist, freut mich sehr. Für viele Menschen vor Ort bedeutet das eine spürbare Erleichterung im Alltag."
Mag. Johanna Jachs, Vizebürgermeisterin und Nationalrätin
Deutliche Kritik übt Jachs jedoch an der Art und Weise der offiziellen Eröffnung. Diese erfolgte kurzfristig durch Bürgermeister Christian Gratzl gemeinsam mit der SPÖ-Vizebürgermeisterin – ohne Einbindung weiterer Mitglieder des Stadtrates.
Selbst der für Infrastruktur zuständige Stadtrat Rainer Widmann wurde im Vorfeld nicht informiert, er war aber auch wesentlich bei der Sicherstellung des Landesbeitrages involviert.
"Gerade bei einem Projekt, das die Stadtpolitik über Jahre beschäftig hat, wäre eine gemeinsame Eröffnung selbstverständlich gewesen. Wenn der Bürgermeister ständig von einem 'Miteinander über Parteigrenzen hinweg' spricht, sollte sich das auch im politschen Verhalten des Bürgermeisters widerspiegeln. Bei einem Projekt, das jahrelang diskutiert wurde und viele Beteiligte hat, wäre eine gemeinsame Eröffnung ein Zeichen des Respekts gewesen."
Mag. Johanna Jachs, Vizebürgermeisterin und Nationalrätin
Die Diskussion rund um die Sanierung der Wiesmühlbrücke zieht sich bereits seit Jahren. Im September 2025 hatte Jachs vorgeschlagen, die noch offenen Finanzierungskosten über Mittel aus dem kommunalen Investitonsprogramm (KIP) des Bundes abzudecken, weil Bgm Gratzl lange Zeit keine Idee über eine mögliche Finanzierung vorgelegt hat.
"Damals lag noch keine Finanzierungsidee aus dem Bürgermeisterbüro vor. Mir war wichtig, eine konkrete Lösung aufzuzeigen, damit dieses dringend notwendige Projekt endlich umgesetzt werden kann.
Mag. Johanna Jachs, Vizebürgermeisterin und Nationalrätin
Umso unverständlicher sei es nun, dass bei der offiziellen Eröffnung nicht einmal alle zuständigen Verantwortungsträger eingebunden wurden.
"Bei Infrastrukturprojekten dieser Bedeutung sollte nicht parteipolitische Inszenierung im Vordergrund stehen, sondern das gemeinsame Arbeiten für unsere Stadt."
Mag. Johanna Jachs, Vizebürgermeisterin und Nationalrätin
Trotz der Kritik stellt Jachs klar: "Entscheidend ist, dass die Brücke endlich erneuert wurde und den Menschen wieder zur Verfügung steht. Für die Bewohnerinnen und Bewohner entlang der Hafnerzeile ist das ein wichtiger Schritt."









