Stellungnahme der ÖVP Freistadt zur Gemeinderatssitzung vom 30. Juni 2025
Die Themen der letzten Gemeinderatssitzung zeigen deutlich: Es braucht Entscheidungen mit Verantwortung, aber auch mit Feingefühl. Die Freistädter Volkspartei bringt sich bei allen Projekten konstruktiv ein – mit einem klaren Ziel: Freistadt zukunftsfit machen, ohne den Blick für die Menschen zu verlieren.
Neue Radabstellanlage bei der Berufsschule: Komfort und Sicherheit für Buspendler
Ein weiteres positives Zeichen in Sachen sanfter Mobilität: Bei der Bushaltestelle gegenüber der Berufsschule Freistadt wird eine moderne Radabstellanlage errichtet. Damit setzen wir ein klares Zeichen für alle, die mit dem Rad zum Bus pendeln – egal ob Schüler oder Berufstätige. Mehr Komfort, mehr Sicherheit und vor allem: ein gutes Gefühl, dass das eigene Fahrrad auch bei der Rückkehr noch dort steht, wo man es abgestellt hat.
Mehr Bio-Wärme, weniger Gas – mehr Energieunabhängigkeit
Die Erweiterung der Fernwärmeversorgung durch das Fernheizwerk Nord ist ein wichtiger Beitrag zur Energiewende in Freistadt.
"Damit machen wir uns als Gemeinde unabhängiger von fossilen Brennstoffen und setzen auf saubere, regionale Energie – das ist ein Gewinn für Klima und Budget."
Mag. Johanna Jachs, Vizebürgermeisterin
10.000 Euro Stromkosten gespart
Der Wechsel des Stromanbieters im Zuge der heurigen Ausschreibung bringt jährlich rund 10.000 Euro Ersparnis.
"Das zeigt: Wer vergleicht, kann für die Gemeinde bares Geld sparen – ohne Qualität einzubüßen.“
Position der Volkspartei
Abfallgebühren: Wir sagen offen, was Sache ist
Die Tarife für Müllsäcke, Banderolen und Grundgebühren müssen um 10 % steigen – eine Entscheidung, die niemand leichtfertig trifft. Aber: Die Restmüllmengen, die im ASZ Freistadt gesammelt werden, steigen deutlich. Die Rücklagen sind aufgebraucht, daher wurde die Erhöhung nötig. Denn die Müllkosten müssen selbst getragen werden – die Stadt darf hier nicht quersubventionieren.
"Wir sehen die deutliche Entwicklung, dass das ASZ Freistadt auch für Bewohner umliegender Gemeinden eine attraktive Entsorgungsmöglichkeit bietet. Wir waren uns daher im Gemeinderat einig, dass es neue Zugänge zur Kontrolle der Abfallentwicklung braucht – denn es darf nicht sein, dass die gesamten Kosten von den Freistädtern getragen werden müssen, obwohl sie diese nicht allein verursachen."
Mag. Johanna Jachs, Vizebürgermeisterin
Zusammenlegung der Schulsprengel: Es braucht weitere Gespräche – keine Durchgriffe!
Ein besonders sensibles Thema ist die mögliche Zusammenlegung der beiden Volksschulsprengel ab dem Schuljahr 2026/27. Obwohl die Gebäude beieinanderliegen, geht es um weit mehr als nur Zahlen:
"Wir verstehen die Argumente der Bildungsdirektion und auch die von Bgm. Gratzl – aber es geht um viel mehr als nur Zahlen, es geht um unsere Kinder. Deshalb müssen wir auch den Alltag an den Schulen mitdenken und das Schulpersonal in die Entscheidungsfindung einbeziehen. Wir können nur dann eine gute Entscheidung treffen, wenn wir die Schule ins Boot holen und mit dem Lehrerteam reden. Entscheidungen über ihre Köpfe hinweg halte ich persönlich für den falschen Zugang. Ich bin daher froh, dass es nun doch noch weitere Gespräche geben wird."
Mag. Johanna Jachs, Vizebürgermeisterin
Hintergrund: Erst Anfang Juni gab es einen runden Tisch mit der Schulleitung, bei dem offene Punkte bezüglich der Sprengelzusammenlegung besprochen wurden. Weitere Gespräche wurden ausdrücklich vereinbart – eine Wortbrüchigkeit nur drei Wochen später lehnt die Freistädter Volkspartei entschieden ab.









